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Presseinformation
(PDF, 53 KB) (Dokument-Nr.: 28046)
Jungen Menschen Chancen geben und den Fachkräftenachwuchs für Niedersachsen sichern - mit diesem Ziel haben die Landesregierung, Kammern, Verbände und die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit einen neuen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs für die Jahre 2010 bis 2013 geschlossen.
Der Ausbildungsmarkt steht in den nächsten Jahren vor besonderen Herausforderungen. Wirtschaftskrise und demographische Entwicklung erfordern auch weiterhin die engagierte Zusammenarbeit aller Partner in der beruflichen Bildung.
Die Konkurrenz um qualifizierte Nachwuchskräfte wird in Zukunft zunehmen. Deshalb wollen die Paktpartner gemeinsam dafür sorgen, dass kein junger Mensch den Anschluss verliert und die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze besetzen können.
Der Erfolg gibt ihnen recht:
Alle Paktpartner wollen ihren Einsatz für Ausbildungsplätze und gute Beschäftigungsperspektiven für junge Menschen auf hohem Niveau fortsetzen haben dazu folgende Schwerpunkte verabredet:
Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit
Bis zum Ende der Paktlaufzeit soll die Quote der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss auf 5 Prozent gesenkt werden. Die Sicherstellung der Unterrichtsversorgung und die Verbesserung der Unterrichtsqualität haben eine hohe Priorität. Die besondere Förderung lernschwächerer Schülerinnen und Schüler bleibt ein Schwerpunkt der Landesregierung.
Berufsorientierung in den allgemein bildenden Schulen
Berufsorientierung ist Teil der schulischen Allgemeinbildung und zugleich das Bindeglied zwischen Schule und Arbeitswelt. Damit Jugendliche sich für einen passenden Beruf entscheiden können, müssen sie Ihre Kompetenzen und Neigungen realistisch einschätzen können und die Möglichkeiten des Arbeitsmarktes kennen lernen. Die Landesregierung intensiviert in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, den Kammern, Wirtschaftsverbänden und Betrieben die Maßnahmen zur besseren Berufsorientierung. Die Zusammenarbeit zwischen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen wird verstärkt.
Gewinnung neuer Ausbildungsplätze und ergänzender Angebote
Der dualen Berufsausbildung kommt bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu. Die Paktpartner wollen möglichst vielen, auch weniger leistungsstarken Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung eröffnen. Die Wirtschaft bekräftigt die Zielmarken, jährlich 3000 neue Ausbildungsplätze sowie 3000 Plätze für Einstiegsqualifizierungen einzuwerben.
Ausschöpfung des verfügbaren Ausbildungsplatzangebotes
Damit die niedersächsischen Unternehmen die angebotenen Ausbildungsplätze besetzen könne, soll die passgenaue Vermittlung von Jugendlichen intensiviert werden. Kammern bieten Betrieben und Auszubildenden zur Reduzierung von Ausbildungsabbrüchen Hilfen an.
Berufsbildende Schulen
Alle berufsbildenden Schulen in Niedersachsen sollen zu regional- und kundenorientierten Dienstleistern der beruflichen Bildung weiterentwickelt und die Leistungsfähigkeit und Qualität der Arbeit nachhaltig gesteigert werden.
Berufsvorbereitung und Integration benachteiligter junger Menschen in Ausbildung
Für nicht mehr schulpflichtige, noch nicht berufsreife, sozial benachteiligte und schwer integrierbare oder nicht integrationswillige Jugendliche werden berufsvorbereitende Maßnahmen, ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen weiterhin angeboten. Die Landesregierung wird die Förderung der Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten fortsetzen. Die Unterzeichner des Ausbildungspaktes setzen sich dafür ein, Ausbildungsmöglichkeiten für behinderte junge Menschen zu erweitern.
Berufsausbildung von Migrantinnnen und Migranten
Die Paktpartner sind sich einig, die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu steigern. Sie setzen dazu bei den Jugendlichen, bei den Eltern und auch den Unternehmen an.
Steigerung der Attraktivität beruflicher Bildung
Die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der beruflichen Bildung soll gesichert und verbessert werden.
Die Landesregierung startet die Förderung regionaler Modellprojekte, die auf eine Verbesserung der Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt oder eine nachhaltige Fachkräftesicherung durch betriebliche Ausbildung abstellen.
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