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TOURISMUSTAG 2011

Dem Gast von morgen schon heute begegnen

Tourismustag05 © Peter Pohl Zoom

Die neuen sozialen Medien verändern massiv das Kommunikationsverhalten zwischen Unternehmen der Tourismuswirtschaft und ihren Gästen. Wer seine Marketingstrategie nicht entsprechend ausrichtet, wird bereits mittelfristig mit Nachteilen rechnen müssen. Dies ist die Kernbotschaft, die vom 14. Niedersächsischen Tourismustag ausgeht. Rund 250 Teilnehmer aus Tourismuswirtschaft, Politik und Verwaltung kamen im Mai des vergangenen Jahres nach Goslar. Die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH feierte auf der Veranstaltung ihren zehnten Geburtstag.

„Es geht für die Branche schon längst nicht mehr um die Frage, ob man sich mit dem Thema social media beschäftigen muss oder will“, sagte Martin Exner, tourismuspolitischer Sprecher der im Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertag zusammengeschlossenen Kammern zum Thema der Veranstaltung. Vielmehr gehe es darum, welches Medium für welche Gäste das richtige und wie es einzusetzen ist – ganz im Sinne eines zielgruppengenauen Marketings. ‚Dem Gast von morgen schon heute begegnen’ hieß deshalb das Motto, unter dem Referenten die neuen Möglichkeiten erläuterten und Praxisbeispiele aus dem betrieblichen Alltag vorstellten.

Föste © Peter Pohl Zoom Dirk Föste, RUF Jugendreisen, Bielefeld

Dabei sind die sozialen Medien Mittel zum Zweck: „Ziel muss es sein, unsere Unternehmen und Destinationen fit zu machen für den Wettbewerb mit anderen Destinationen“, sagte Martin Exner. „Wir müssen mit unserem Marketing und unseren Produkten einfach besser sein – und dazu müssen wir die Potenziale der sozialen Medien richtig nutzen. Wie das gelingen kann, erläuterte zum Beispiel Stefan Möhler von dem Hamburger Beratungsunternehmen tourism consult network: „Im Kommunikationsverhalten der Menschen spielt die Digitalisierung unserer Umwelt und das mobile Internet eine entscheidende Rolle. Immer und überall online – Facebook, Twitter & Co sind die Sprachrohre und Echtzeitbühnen auch für Reiseerlebnisse.“ Smartphones enthalten bereits standortbezogene Mehrwertdienste, so der IT- und Marketingspezialist. Deshalb erwarten die Gäste situationsspezifische Empfehlungen und Tipps von Destinationen und Unternehmen.

In verschiedenen Workshops ging es um den Weg zu einer geeigneten Social-Media-Strategie (Michael Domsalla, KMTO), um die tägliche Arbeit eines Social-Media-Managers (Dominik Sobotka, Travel Charme Hotels) und um das Outernet, die sogenannte erweiterte Realität: also Anwendungen auf Mobiltelefonen und Navigationsgeräten. Oliver Puhe vom Micro-Trendforschungsunternehmen TrendONE stellte verschiedene Möglichkeiten vor. Dirk Föste (RUF-Jugendreisen) beschäftigte sich mit der Frage, wie man die Gäste im Social Web direkt abholen kann. Aus der täglichen Arbeit eines Social media Managers berichtete Dominik Sobotka von den Travel Charme Hotels und über die Frage App 'ja' oder 'nein' referierte Hans Dorsch aus Köln. (Die Slideshows der Präsentationen sind online abrufbar.)

McAllister © Peter Pohl Zoom David McAllister, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister empfahl den touristischen Unternehmen einen attraktiven Internetauftritt: „Fast alle von uns surfen heute im Netz, wir reisen virtuell. Und nach diesen Eindrücken entscheiden wir, bis hin zur Buchung.“ Die Tourismuswirtschaft hat eine erhebliche Bedeutung für das flächenmäßig zweitgrößte deutsche Bundesland. 340.000 und damit neun Prozent aller Arbeitsplätze sind vom Tourismus in Niedersachsen abhängig. Mit einem Hinweis auf den Entschließungsantrag des Landtags ‚Tourismuspolitik in Niedersachsen – Reiseland Niedersachsen mit notwendigem Handwerkszeug für eine erfolgreiche Zukunft rüsten’ sagte McAllister den Teilnehmern des Tourismustags zu, die Tourismuswirtschaft auch weiterhin gezielt zu unterstützen. 

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