- Telefon: 04131 742-151
- Fax: 04131 742-250
Rund 25.000 zusätzliche Abiturientinnen und Abiturienten verlassen 2011 die Schule. Viele Schüler und Eltern sorgen sich deshalb um deren Chancen beim Einstieg in Ausbildung oder Studium. Haupt- und Realschüler und ihre Eltern fürchten, dass die Abiturienten in angestammte Reviere von Haupt- und Realschulabsolventen am Ausbildungsmarkt eindringen könnten. Sind diese Sorgen berechtigt?
Nach den bisherigen Erfahrungen bei den Übergängen von Abiturienten in Ausbildung oder Beschäftigung entscheiden sich 50 Prozent eines Abiturjahrgangs unmittelbar für Ausbildung, Studium oder Beschäftigung. Die anderen 50 Prozent absolvieren zunächst ein freiwilliges soziales Jahr, den Zivildienst oder gehen zur Bundeswehr. Konkret bedeutet dies, dass in 2011 und 2012 rund 12.500 Absolventinnen und Absolventen in den Markt drängen. Knapp 20 Prozent von ihnen entscheiden sich für Ausbildung (rund 2.500 pro Jahr).
Nach den Prognosen der Kultusministerkonferenz erwarten wir von 2010 auf 2011 einen Rückgang der Absolventen der allgemeinbildenden Schulen um 4.000, so dass – sofern die Prognosen eintreten – der doppelte Abiturjahrgang rein statistisch keine Engpässe auf dem Ausbildungsmarkt hervorrufen sollte. Und auch die Absolventenzahlen aus den beruflichen Schulen gehen voraussichtlich zurück. Die Kultusministerkonferenz geht von einem Minus von 700 Stellen in Niedersachsen im kommenden Jahr aus.
Zentrale Frage ist damit, ob die beabsichtigte Schaffung von jeweils gut 5.000 bzw. 6.000 zusätzlichen Studienplätzen in den Jahrgängen 2011 und 2012 ausreicht. Dies wird dann der Fall sein, wenn die Studienplatznachfrage der Angebotsstruktur entspricht und netto rund 40 Prozent der Absolventen weniger in Niedersachsen studieren als hier ihr Abitur gemacht haben. Aufgabe mit Priorität ist jedenfalls erst einmal, die bereits beschlossene Aufstockung umzusetzen. Stichworte sind Personal und Räume.
Herausforderung für die Unternehmen bleibt es angesichts dieser Situation, überhaupt ausreichend qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Für sie ist der doppelte Abiturjahrgang die letzte Tankstelle vor dem demografisch bedingten Einbruch der Schulabgängerzahlen.
Unsere IHK unterstützt Unternehmen dabei mit einer Reihe von Aktivitäten:
Lehrstellenbörse
Die Lehrstellenbörse umfasst jährlich bis zu 1.000 freie Ausbildungsplätze. Rund 50 Prozent der Unternehmen nutzen das Instrument, um qualifizierten Nachwuchs zu finden. Interessierte Jugendliche können sich informieren und selbst Lehrstellengesuche aufgeben.
Lehrstellen- und Praktikumsatlas
Rund 1.500 Unternehmen präsentieren sich derzeit in dieser Datenbank mit ihrem Lehrstellen- und Praktikumsangebot.
Mentorenprogramm / Referentenpool
Unsere IHK vermittelt Persönlichkeiten aus der regionalen Wirtschaft und Verwaltung, die in Schulen über praxisorientierte Themen rund um die Ausbildung informieren.
Duales Studium
Wir unterstützen Berufsakademien und (Fach-)Hochschulen bei der Entwicklung und Bewerbung dualer Studiengänge. In Lüneburg gibt es mittlerweile einen Betriebswirtschafts-Studiengang mit integriertem kaufmännischem Ausbildungsabschluss, in Suderburg, Wolfsburg und Celle gibt es technische Studiengänge, die bei den Abiturienten immer mehr Zuspruch finden.
Volker Linde
Leiter des Bereichs Aus- und Weiterbildung
Erschienen in 'Unsere Wirtschaft' April 2010
0.0 (Durchschnittliche Bewertung von 0 Besuchern)
Steigende Preise und die sinkende Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen belasten die Unternehmen zunehmend. Jeder fünfte Industriebetrieb hat wegen der unsichereren Versorgungslage bereits Aktivitäten ins Ausland verlagert oder plant dies zumindest. Der DIHK skizziert, wie die Sorgen der Unternehmen bei der Energie- und Rohstoffversorgung gemindert werden können, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig verlässliche Rahmenbedingungen bietet.<br /><br />
© Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
Die IHK vertritt die Interessen von über 60.000 gewerblichen Unternehmen aus den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Heidekreis, Celle und Gifhorn sowie der Stadt Wolfsburg gegenüber Politik und Verwaltung.
© Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg
Für die Richtigkeit können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.