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BILANZ 2010

Bestes Ausbildungsjahr seit zwanzig Jahren

Die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg haben im vergangenen Jahr 4.528 Ausbildungsplätze geschaffen. Das sind 223 oder 5,2 Prozent mehr als 2009. Zuletzt gab es in der Region in den späten 1980er Jahren so viele Ausbildungsplätze. „Die Ausbildungsbetriebe trotzen mit dieser Entwicklung sogar dem demografischen Wandel“, so Volker Linde, Leiter Aus- und Weiterbildung in der IHK. „Während die Zahl der Schulabgänger in den vergangenen fünf Jahren um fünf Prozent zurückgegangen ist, wuchs die Zahl der Ausbildungsplätze im gleichen Zeitraum um mehr als elf Prozent.“

Zu der positiven Entwicklung in 2010 haben insbesondere die Bereiche Verkehr und Transport (+43 Prozent), Papier und Druck (+23,1 Prozent), Versicherungen (+19,7 Prozent) sowie Chemie, Biologie und Physik (+15,6 Prozent), aber auch Metall/Elektro (+6,7 bzw. +6,8 Prozent) und Banken (+6,1 Prozent) beigetragen. Regional war der Zuwachs am größten im Landkreis Lüchow-Dannenberg (+24,8 Prozent), in Lüneburg (+17,3 Prozent), Celle (+8,4 Prozent) und Soltau-Fallingbostel (+7,3 Prozent). Wolfsburg und Gifhorn liegen mit + 4,8 bzw. 5 Prozent nur knapp unter dem Durchschnitt.

Für 2011 rechnet Volker Linde noch einmal mit leicht steigenden Ausbildungsplatzzahlen: „Der Doppelabiturjahrgang ist für die Unternehmen eine Chance, sich angesichts der Wachstumsprognosen und der sich abzeichnenden Fachkräftelücke zu verstärken.“ Danach werden die schnell schwächer werdenden Absolventenjahrgänge zwangsläufig zu einem Rückgang der Auszubildendenzahlen führen. Die Sorge, dass es durch den doppelten Abi-Jahrgang für Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss schwieriger werde, eine Lehrstelle zu finden, ist aus Sicht der IHK unbegründet. Immer mehr Abiturienten entscheiden sich gegen eine Berufsausbildung und für ein Studium. Seit 2005 ist der Anteil der Studienanfänger von 36 auf 46 Prozent gestiegen.

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Lüneburg, den 3. Januar 2011

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