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SCHARNEBECK

Keine Zweifel an neuer Schleuse

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg unterstreicht die Bedeutung des Elbe-Seitenkanals als Rückgrat für das norddeutsche Wasserstraßensystem. „Wenn man den Hamburger Seehafen weiterentwickeln will, dann müssen die Container vermehrt auch auf dem ESK abtransportiert werden, denn auf Straße und Schiene sind die Kapazitäten bereits heute knapp. Aus diesem Grund wäre es absolut unverständlich, wenn es im Bundesverkehrsministerium Zweifel bezüglich der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit einer neuen Schleuse in Scharnebeck geben würde“, so Roland Schulz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK: „Da das System immer nur so stark ist wie das schwächste Glied, ist der Neubau in Scharnebeck die logische Folge der getätigten Investitionen für größere Schleusen z. B. in Uelzen oder entlang des Mittellandkanals.“

Nach Informationen der IHK hat eine von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte durchgeführte Studie erwiesen, dass eine neue Schleuse nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich ist. Die Entscheidung, wie es mit dem Neubau in Scharnebeck weitergeht und wie die Kosten im Haushalt integriert werden können, will das Verkehrsministerium in der zweiten Jahreshälfte fällen.

Die IHK begrüßt vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidung den parteiübergreifenden Konsens bei Politikern der Region, sich zusammen mit der Wirtschaft für den Ausbau stark zu machen.

Die Diskussion um ein Vorrangnetz für Bundeswasserstraßen hat vielerorts zur Sorge um den Ausbau und die Unterhaltung des Wasserstraßennetzes geführt. Geplant sind Prioritätensetzungen ausschließlich nach dem Verkehrsaufkommen der Wasserstraßen. Die norddeutschen IHKs lehnen dieses System ab und fordern die Steuerung anhand von Nutzen-Kosten-Berechnungen. Der Elbe-Seitenkanal würde aktuell zur zweithöchsten Kategorie zählen, bei der der Fokus nicht auf dem Ausbau sondern auf dem Erhalt der Wasserstraße liegt. Das bestehende Schiffshebewerk in Scharnebeck ist allerdings längst zu klein geworden für moderne Schiffe von über 100 Metern Länge.
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Lüneburg, den 17. März 2011

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