- IHK-Vollversammlung beschließt Positionspapier in Winsen / Aller
- Region durch britischen Truppenabzug doppelt betroffen
- Umstrukturierungshilfen erforderlich
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg fordert eine wirtschaftsverträgliche Umsetzung der geplanten Bundeswehrstrukturreform. Die Vollversammlung der IHK hat hierzu am Donnerstag (8.9.) in Winsen / Aller ein
Positionspapier
beschlossen.
„Schon heute steht fest, dass die britischen Streitkräfte ihre mehr als 4.000 in unserer Region stationierten Soldaten abziehen werden. Ein zusätzlicher Abbau an den verbleibenden Bundeswehrstandorten wäre eine Doppelbelastung, die auch die Unternehmen hart treffen würde“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Dies müsse bei den anstehenden Standortentscheidungen berücksichtigt werden.
Die unmittelbar wegbrechenden Aufträge der Bundeswehr an die regionale Wirtschaft seien nur ein Teil des Problems. Mit dem Abzug von Soldaten gehe der Abbau von Zivilbeschäftigten einher und mit den Soldaten zögen auch deren Familien fort. „Es droht ein herber Kaufkraftverlust. Deshalb sind wir auf frühzeitige Informationen über geplante Maßnahmen angewiesen, damit sich die Unternehmen darauf einstellen können. Das wird nicht ohne Umstrukturierungshilfen gehen“, sagte Zeinert. Hierbei könnten zum Beispiel Mittel für Konversionsprozesse helfen, die eine schnelle Überführung militärischer Anlagen in eine zivile Nutzung ermöglichen. Ausscheidende Bundeswehrangehörige müssten zügig für zivile Arbeitsplätze qualifiziert werden.
Das Positionspapier ist abzurufen unter www.ihk-lueneburg.de.