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Kammerunion Elbe / Oder (Dokument-Nr.: 5681)
KAMMERUNION ELBE/ODER
Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt stärken
- internationaler Rückenwind für Hebewerk Scharnebeck
- Elbversandung bei Hitzacker verhindern
- Prager Resolution wirbt für entschlossene Infrastruktur-Investitionen
Die Kammerunion Elbe/Oder (KEO) macht sich für die zügige Ertüchtigung der Elbe und des mit ihr verbundenen Kanalnetzes stark. Dies geht aus einer Resolution hervor, die von dem Zusammenschluss von 32 tschechischen, polnischen und deutschen Industrie- und Handelskammern, jetzt auf der KEO-Generalversammlung in Prag beschlossen wurde. "Das gibt unserer Forderung, die ganzjährige Schiffbarkeit der Elbe zu sichern und das Schiffshebewerk bei Scharnebeck zeitnah auszubauen jetzt sogar internationalen Rückenwind", kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert den Forderungskatalog. Die IHK Lüneburg-Wolfsburg gehört zu den Gründungsmitgliedern der KEO.
Die internationale Bedeutung der Elbe machte KEO-Präsident Jiri Alster deutlich: "Dieser bedeutende europäische Fluss bietet große Chancen als Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens bis nach Tschechien. Diese Chance wollen wir nutzen." Treffen die Wachstumsprognosen für den Hamburger Hafen bis 2025 ein, so sei die vorhandene Infrastruktur nicht mehr im Stande, den Hafenhinterlandverkehr aufzunehmen.
"Die Beseitigung des Engpasses in Scharnebeck durch den Bau einer neuen Schleuse muss ganz oben auf der Agenda stehen", betonte Zeinert. Gegenüber Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, warb Zeinert dafür, die notwendigen Finanzmittel im Bundeshaushalt bereitzustellen.
Auf der Elbe beeinträchtigten Versandungen die Schiffbarkeit nachhaltig. Die IHK setzt sich deshalb für den Ausbau der Buhnen in Höhe Hitzacker ein. Durch sie ließen sich dauerhafte und teure Ausbaggerungen und damit auch Umwelteingriffe vermeiden. Der Strom könne sich so selbst regulieren. "Darauf ist die Binnenschifffahrt angewiesen, denn nur wenn sie Verkehre planbar und zuverlässig abwickeln kann, ist sie gegenüber anderen Verkehrsträgern wettbewerbsfähig", machte Zeinert deutlich.
Die Kammerunion Elbe/Oder besteht aus 32 tschechischen, polnischen und deutschen Industrie- und Handelskammern. Die KEO wurde vor elf Jahren auf Initiative der Handelskammer Hamburg gegründet, um die wirtschaftlichen Interessen im Handelsraum des Elbstroms und der Oder stärker zu vertreten. Der Wirtschaftsraum der KEO-Mitgliedskammern umfasst rund 16 Millionen Einwohner.
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Lüneburg, den 6. Oktober 2011
MI / Kt / Mw

