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Aktionsplan Güterverkehr und Logistik
(PDF, 3,821 KB) (Dokument-Nr.: 174862)
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Rein sprachlich erscheint die Weiterentwicklung des ‚Masterplans Güterverkehr und Logistik’ zum ‚Aktionsplan Güterverkehr und Logistik – Logistikinitiative für Deutschland’ nicht gerade revolutionär. Bei genauerem Hinsehen lassen sich in dem überarbeiteten Programm jedoch konkrete verkehrspolitische Ziele und Maßnahmen entdecken. Politik und Wirtschaft haben sie in einem intensiven Diskussionsprozess gemeinsam entwickelt und nah an der Praxis ausgerichtet.
Während das Papier des früheren Verkehrsministers Wolfgang Tiefensee aus dem Jahr 2008 vordringlich das Ziel hatte, den Verkehr von der Straße auf die Schiene und das Binnenschiff zu verlagern, verfolgt der amtierende Minister Peter Ramsauer eine andere Politik. Jeder Verkehrsträger soll nun seine spezifischen Stärken einbringen und damit die Effizienz des Netzes in Deutschland steigern. Der auch in Zukunft mit Abstand bedeutendste Verkehrsträger Straße wird nicht mehr benachteiligt, sondern gleichberechtigt behandelt.
Der Aktionsplan soll dabei helfen, den Logistikstandort Deutschland zu stärken, die Effizienz der Verkehrsträger zu erhöhen, die Verkehrswege optimal zu vernetzen, die Vereinbarkeit von Verkehrswachstum mit Umwelt- und Klimaschutz zu fördern, sowie gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen im Transportgewerbe zu unterstützen. Mit insgesamt 30 Einzelmaßnahmen sollen diese Kernziele erreicht werden. Geplant ist neben dem länderübergreifenden Feldversuch mit dem sogenannten Lang-LKW auch die Erprobung von mehr als 750 Meter langen Güterzügen. Das Nationale Hafenkonzept für See- und Binnenhäfen wird weiter verfolgt, der Kombinierte Verkehr gestärkt, Baustellenmanagement und Verkehrsmanagementsysteme sollen optimiert werden. Zusätzliche LKW-Parkstände an Autobahnen und Fördermöglichkeiten für umweltfreundliche Fahrzeuge sollen die Belastungen für Mensch und Umwelt senken.
An vielen Stellen bleibt der Aktionsplan, wie auch schon sein Vorgänger, jedoch unkonkret und theoretisch. Die Bundesregierung wird sich daran messen lassen müssen, inwieweit es ihr gelingt, die zweifellos richtigen Ideen in die Tat umzusetzen. Um die prognostizierten Verkehre zu bewältigen, fehlt aus Sicht unserer IHK nach wie vor die angemessene Aufstockung und langfristige Sicherung der Investitionsmittel für den Infrastrukturausbau.
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