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HAFENHINTERLAND

Wichtige Projekte im IHK-Bezirk

Neubau eines zweiten Abstiegsbauwerkes in Scharnebeck

Der Elbe-Seitenkanal (ESK) als Verbindung des Mittellandkanals westlich von Wolfsburg mit der Elbe bei Artlenburg und anliegenden Häfen in Lüneburg, Uelzen und Wittingen ist das Rückgrat der Binnenschifffahrt für den Seehafen Hamburg. Von den 8,3 Millionen Tonnen Gütermenge, die im Binnenschiffsverkehr ihre Quelle oder ihr Ziel in Hamburg haben, werden 7,1 Millionen alleine auf dem ESK transportiert. Insgesamt beläuft sich das Transportaufkommen auf der mit Wassertiefen von 4 bis 4,5 Metern befahrbaren Wasserstraße gegenwärtig auf rund 80.000 Standardcontainer (TEU) und Massengutaufkommen im Umfang von über 8 Millionen Tonnen. Wenn mittelfristig im Hamburger Hafen ein Anstieg der Binnenschiffsverkehre am Modal-Split von derzeit weniger als zwei Prozent auf zukünftig fünf Prozent angestrebt werden sollte, könnte die Transportleistung auf dem ESK binnen weniger Jahre auf 500.000 TEU ansteigen. Um diesen Entwicklungsperspektiven gerecht zu werden, bedarf insbesondere das Schiffshebewerk in Scharnebeck einer Anpassung. Zurzeit ist das Hebewerk nicht für die 110 Meter langen Großmotorgüterschiffe (GMS) befahrbar, da die Tröge dafür zu kurz sind. Eine Verlängerung dieser Tröge ist aus statischen Gründen nicht möglich. Um den Anteil der Binnenschifffahrt auf dem ESK am Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens zukünftig ausweiten zu können, ist eine Sanierung der Buhnen an der Elbe nötig.

Sanierung der Buhnen an der Elbe

Wasserstraßen müssen den Anforderungen der modernen Binnenschifffahrt gerecht werden. Fahrzeit und Zuverlässigkeit sind dabei die entscheidenden Faktoren für die Attraktivität dieses Verkehrsträgers. Aufgrund ihrer großen Durchfahrtshöhen bei den Brücken stellt die Elbe insbesondere für den Containerverkehr für die Strecke Hamburg- Magdeburg eine attraktive Verbindung dar. Jahreszeitlich bedingte Fehltiefen zwingen die Binnenschifffahrt jedoch regelmäßig, den Verkehr auf der Elbe zeitweise einzustellen und auf andere Verkehrsträger oder auf den Elbe-Seitenkanal zu verlagern. Um die Befahrbarkeit der Elbe mit einer Fahrrinnentiefe von 1,60 m an mindestens 345 Tagen im Jahr gewährleisten zu können, sind deshalb die Buhnen an der Mittelelbe auf den baulichen Stand vor dem Elbe-Hochwasser im Jahr 2002 zu bringen und andere Behinderungen wie z. B. Versandungen im Bereich Hitzacker zu beseitigen.

Forderungen der IHK Lüneburg-Wolfsburg zum Verkehrsträger Wasserstraße

  • Aufnahme des Neubaus eines zweiten Abstiegsbauwerkes neben dem bestehenden Schiffshebewerk Scharnebeck in den Bundesverkehrswegeplan.
  • Einleitung der Plan- und Genehmigungsverfahren zur Umsetzung des Projektes und Bau des zweiten Abstiegsbauwerkes in Scharnebeck.
  • ESK-Häfen in Lüneburg, Uelzen und Wittingen dem Bedarf entsprechend ausbauen.
  • Wiederherstellung der Buhnen an der Elbe in den Bundesverkehrswegeplan aufnehmen.
  • Anhebung der Brücken über dem ESK in die Entwicklungsplanung mit einbeziehen.

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