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STRECKENAUSBAU

Langwedel-Uelzen-Stendal-Berlin (Amerikalinie)

 Karte Zoom Karte Amerikalinie


Die IHK Lüneburg-Wolfsburg begrüßt die Pläne der Deutschen Bahn zum Ausbau der Güterverkehrsroute (Korridor Ost) über Uelzen, Stendal und Magdeburg bis nach München. Dies betrifft unter anderem die Strecke Uelzen–Stendal, einem Teilstück der so genannten Amerikalinie, die zweigleisig ertüchtigt werden soll. Mit Blick auf den Bau des JadeWeser-Ports in Wilhelmshaven und die prognostizierte Entwicklung des Hamburger Hafens kann der Ausbau dieses Abschnitts allein allerdings nicht ausreichen, um den Schienengüterverkehr in Norddeutschland für die zu erwartenden Gütermengen fit zu machen. Die IHK erinnert in diesem Zusammenhang an die so genannte Salzwedeler Vereinbarung zwischen den Ländern Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und der Deutschen Bahn aus dem Jahr 1993.

In dieser Vereinbarung ist zusätzlich zum Ausbau der Relation Uelzen–Stendal auch die Ertüchtigung der Verbindung Langwedel-Uelzen festgehalten. Beide Strecken sind im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthalten. Um die Leistungsfähigkeit der Gesamtstrecke Wilhelmshaven–Uelzen–Berlin zu fördern, sollte diese Relation durchgehend zweigleisig und elektrifiziert für Geschwindigkeiten von 120 bis 160 km/h ausgebaut werden. Nur durch verbesserte und einheitliche Ausbaustandards kann die Strecke dauerhaft Verkehre auf sich ziehen.

Bedauerlicherweise fiel das Nutzen-Kosten-Verhältnis für den Ausbaus der Teilstrecke Uelzen-Langwedel bei der Überprüfung des Bundesverkehrswegeplanes Ende 2010 unter den Wert 1. Somit übersteigen die Kosten den Nutzen des Projekts. Bis zur Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes im Jahr 2015 wird die Strecke Uelzen-Salzwedel deshalb vom Verkehrsministerium nicht weiter verfolgt. Wenn die Verkehrsentwicklung sich annähernd der Prognose des Bundes entsprechend vollziehen wird, kann davon ausgegangen werden, dass bis 2015 der Bedarf an Schienentrassen im Hafenhinterland weiter ansteigen wird und somit die Amerika-Linie in Gänze einen großen Nutzen für das Nord-/Ostdeutsche Schienennetz stiften wird.

Forderungen der IHK Lüneburg-Wolfsburg zur Amerikalinie

  • Weiterverfolgung der Planungen und Ausbau der Strecke Uelzen– Stendal (zweites Gleis, Geschwindigkeiten von 120 bis160 km/h).
  • Wiederaufnahme des Strecke Langwedel-Uelzen in den vordringlichen Bedarf des BVWP.
  • Zweigleisiger Ausbau der kompletten Amerikalinie von Berlin über Uelzen nach Wilhelmshaven im Sinne der Salzwedeler Vereinbarung.

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