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DRITTES GLEIS

Hamburg-Lüneburg-Uelzen

Karte8_DrittesGleis Zoom Karte Drittes Gleis


Warum ist das Dritte Gleis notwendig?

Vor dem Hintergrund des dynamisch wachsenden Seehafenhinterlandverkehrs ist parallel zum Bau der Y-Trasse auch die Hauptstrecke Hamburg-Lüneburg-Uelzen-Celle-Hannover, eine der am stärksten belasteten Strecken Deutschlands, anforderungsgerecht durch den Bau eines dritten Gleises bis Uelzen zu ertüchtigen. Neben der stark zugenommenen Zahl der Pendler zwischen den Metropolen hat auch der Hafenhinterlandverkehr auf der Relation stark zugenommen. Die Kapazitätsgrenze der hoch belasteten Strecke ist seit Jahren erreicht, wodurch ein Engpass mit hoher Verspätungsanfälligkeit entstanden ist. Die jahrelang vernachlässigten schienenstrukturellen Verbesserungen im nordostniedersächsischen Raum sind hier besonders deutlich sichtbar und bei prognostiziertem Wachstum des Schienenverkehres im Hamburger Hinterland von 130 Prozent zwischen 2004 und 2025 ist ein Verkehrskollaps absehbar. Zusätzlichen Kapazitäten müssengeschaffen werden. Der Bau eines dritten Gleises wird hierfür einen wichtigen Beitrag zur Entzerrung der sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr hoch frequentierten Nord-Süd-Verbindungen leisten. Um die Schiene langfristig als leistungsfähigen Verkehrsträger zu stärken, bleiben weitere Maßnahmen in Aus- und Neubau (z. B. Y-Trasse und Amerikalinie) dennoch unverzichtbar.

Wie ist der Planungsstand?

Für die Strecke zwischen Stelle und Lüneburg, die im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthalten ist, läuft derzeit ein in vier Abschnitte unterteiltes Planfeststellungsverfahren. Für den ersten, dritten und vierten Abschnitt ergingen zwischen Herbst 2008 und Herbst 2009 die Planfeststellungsbeschlüsse durch das Einsenbahn-Bundesamt. Das Verfahren für den Abschnitt 2 (Winsen) zwischen Ashausen und Luhdorf ist Ende 2011 ebenfalls mit rechtssicheren Planfeststellungsbeschluss zum Abschluss gebracht worden. Nach dem ersten Spatenstich im Oktober 2009 laufen in Stelle und Lüneburg derzeit die Baumaßnahmen. Da dies naturgemäß zu Konflikten im Bestandsnetz führt, ist ein verzögerungsfreier Abschluss der Baumaßnahmen wünschenswert.

Aus Sicht der Wirtschaft...

...wird ein effektiver Nutzen für den gesamten Schienenverkehr im norddeutschen Raum langfristig allerdings nur dann zu erreichen sein, wenn die Relation Hamburg-Lüneburg-Uelzen-Celle-Hannover bis Uelzen dreigleisig ausgebaut wird. Die Nord/Ost-Route Uelzen und Stendal bis nach Passau bietet im Bestandsnetz noch nutzbare Kapazitäten, um die Transportmengen der Seehäfen abfahren zu können. Auf die Ertüchtigung des Flaschenhals Hamburg-Lüneburg-Uelzen bleibt deshalb auch mit dem Bau der Y-Trasse notwendig. Mit einem dritten Gleis und Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h sowie der Beschleunigung einiger Bahnhofsdurchfahrten, kann eine zusätzliche und leistungsfähige Verbindung für den Schienenverkehr in Norddeutschland geschaffen und die aktuelle Überlastung entzerrt werden. Dabei ist unabdingbar, dass trotz des Anstiegs des Schienengüterverkehrs die Anbindungsqualität der Städte Lüneburg, Uelzen und Celle bezogen auf den schnellen Schienenpersonenverkehr mit leistungsfähigen Fernverkehrsanbindungen erhalten werden muss.

Forderungen der IHK Lüneburg-Wolfsburg zum Dritten Gleis zwischen Stelle und Lüneburg

  • Planungsverfahren auf dem zweiten Abschnitt (Winsen) mit einem rechtssicheren Planfeststellungsbeschluss zeitnah abschließen, damit auch dort die Bauarbeiten beginnen können.
  • Verzögerungsfreie Umsetzung der laufenden und zukünftig anschließenden Bauarbeiten für das dritte Gleis.
  • Aufnahme des Weiterbaus auf der gesamten Relation bis nach Uelzen in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan.

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