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NEUBAU

Y-Trasse von Hamburg/Bremen nach Hannover

Karte9_Y_Trasse Zoom Karte Y-Trasse


Was ist das Ziel des Projekts Y-Trasse?

Mit Blick auf die Schieneninfrastruktur ist die Realisierung der so genannten Y-Trasse erforderlich, um dringend benötigte Kapazitäten zu schaffen. Ziel dieses Projekts ist die Erweiterung der Korridore Bremen-Hannover und Hamburg-Hannover durch den Neubau einer Hochgeschwindigkeitstrasse. Neben dem schnellen Personenverkehr zwischen den Metropolen sollen über die Y-Trasse auch Güterverkehre im Hinterlandverkehr von und zu den Seehäfen Hamburg, Bremen/Bremerhafen und Wilhelmshaven abgewickelt werden. Mit dem bestehenden Schienennetz lassen sich diese Ziele nicht verwirklichen. Durch den Bau der Y-Trasse und leistungsfähige Erweiterungen des Anschlussnetzes mit den Knoten Hamburg, Bremen und Hannover kann der gesamte Schienenverkehr im norddeutschen Hafenhinterland angemessen beschleunigt und entzerrt werden. Zusätzlich sollen Kapazitäten für 230 zusätzliche Züge (134 Güterzüge, 96 Fernreisezüge) geschaffen werden, wodurch das Bestandsnetz eine entsprechende Entlastung erfährt.

Mit der Überprüfung des Bundesverkehrswegeplanes im Herbst 2010 hat die Bundesregierung die Streckenparameter (u.a. mit der Umfahrung Hannovers) zu Gunsten des Güterverkehrs verschoben, wodurch sich ein rechnerisches Nutzen-Kosten-Verhältnis von 5,2 für das Neubauprojekt ergeben hat. Nach der Analyse der Bundesregierung sollen mit der aktuellen Variante der Y-Trasse jährlich über 2.500 LKW von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Aktuelle Kostenprognosen sind nach den derzeit laufenden Vorentwurfsplanungen zum Planfeststellungsverfahren zu erwarten.

Wo verläuft die Y-Trasse?

Mit einer noch nicht raumordnerisch festgelegten östlichen Umfahrung Hannovers verläuft die Y-Trasse über den Bahnhof Langenhagen an der bestehenden Strecke Hannover–Celle nach Norden. An der A7 zweigt die Neubaustrecke ab und verläuft in westlicher Parallellage bis zum Autobahndreieck Walsrode. Dort biegt die Trasse wieder nach Norden ab und verzweigt sich westlich von Visselhövede in einen Bremer und einen Hamburger Ast. Der Bremer Ast entspricht dem Ausbau der Strecke Uelzen-Langwedel. Der Hamburger Ast ist eine Neubaustrecke nordwärts, die östlich an Rotenburg (Wümme) vorbei führt und im Bahnhof Lauenbrück in die bestehende Trasse Bremen- Hamburg einfädelt.

Aus Sicht der Wirtschaft ist der Neu- und Ausbau notwendig...

...um ein lückenloses Hochgeschwindigkeitsnetz zwischen den Metropolen aufzubauen und zusätzliche Kapazitäten für die steigenden Güterverkehrsmengen in Hinterlandverkehr des Hamburger Hafen zu schaffen. Wenn die Prognosen für den Verkehr it Wachstumsraten von bis zu 130 Prozent im Hafenhinterland (2004 bis 2025) auf der Schiene eintreffen, wird der ebenfalls notwendige Ausbau der heutigen Bestandsstrecken dies nicht leisten alleine leisten können. Die geplante Y-Strecke entlastet die bisherige Nord-Süd-Hauptstrecke Hamburg-Lüneburg-Uelzen-(Hannover) zwar nicht insoweit, dass dort auf eine Erweiterung mittels eines dritten Gleises verzichtet werden kann, aber sie schafft ausreichend neue Kapazitäten, die eine bessere Fahrplanabstimmung für eine westliche Hauptverkehrsachse über Uelzen und Stendal bis nach Passau zu ermöglichen. 

Auf die wirtschaftliche Lage unseres zweifellos stark lokal betroffenen Kammerbezirks kann sich eine verbesserte Erreichbarkeit allerdings nur dann positiv auswirken, wenn es gelingt, neben ICE- und Güterverkehr einen InterCity-Verkehr auf der Y-Trasse mit Haltepunkt im Raum Heidekreis einzurichten. Dies gilt besonders auch für den Wirtschaftzweig Tourismus, für den ein leistungsfähiger Schienenpersonenfernverkehr unbedingt erforderlich ist. Außerdem darf durch die Realisierung des Projektes nicht die Anbindungsqualität der Städte Lüneburg, Uelzen und Celle mit schnellen Fernverkehrsanbindungen auf der Relation Hamburg-Lüneburg-Uelzen-Celle-Hannover verschlechtert werden.

Forderungen der IHK Lüneburg-Wolfsburg zur Y-Trasse

  • Planungsarbeiten zur Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für die Y-Trasse aufnehmen und zügig durchführen. Raumordnungsverfahren für die Güterumfahrung Hannover einleiten.
  • Vorausschauende Ertüchtigung der Anschlussrelationen (z.B. Lauenbrück-Buchholz) sowie der Knoten Bremen und Hamburg.
  • Bau der Y-Trasse mit einem IC-Haltepunkt im Landkreis Heidekreis und Nutzung auch für den Güterverkehr.
  • Beibehaltung einer leistungsfähigen Fernverkehrsanbindungfür die Städte Lüneburg, Uelzen und Celle auf der Relation Hamburg-Lüneburg-Uelzen-Celle-Hannover.

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