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Positionspapier ’Entwicklung für den ländlichen Raum’
(PDF, 2,253 KB) (Dokument-Nr.: 25237)
Der IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg ist stark durch seine ländlichen Räume geprägt, die zwar keinesfalls homogen strukturiert sind, sich aber aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte alle mit ähnlichen strukturellen Problemen konfrontiert sehen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist in Zukunft eine Verschlechterung für die Entwicklung der ländlichen Räume zu befürchten, wenn aufgrund der Überalterung und der Abnahme der Bevölkerung verschiedene infrastrukturelle Einrichtungen nach heutigen Maßstäben vielerorts nicht mehr tragfähig sein könnten. Vor diesem Hintergrund sind neue Handlungskonzepte zu entwickeln, mit dem Ziel, die Gewährleistung der Zugänglichkeit und die öffentliche Erreichbarkeit von Einrichtungen und Angeboten der Grundversorgung in der Fläche für alle Bevölkerungsgruppen sowie alle Bereiche der lokalen Wirtschaft zu sichern. Übergeordnetes Ziel muss es sein, den ländlichen Raum auch für kommende Generationen als attraktiven Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zu erhalten.
Im Folgenden werden verschiedene Handlungsfelder aufgezeigt, denen für die Entwicklung ländlicher Räume in naher Zukunft besondere Bedeutung zukommt. Zur Schaffung benötigter Rahmenbedingungen stellt die IHK Forderungen an Verwaltung und Politik, die an dieser Stelle zunächst kurz zusammengefasst werden:
Nahversorgung
Aufgrund ausbleibender Kundenfrequenz ziehen sich neben dem Einzelhandel auch öffentliche und private Dienstleistungsangebote immer weiter aus der Fläche zurück. Um eine an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasste Versorgung zu erhalten, sind flexible Angebots- und Organisationsformen zu entwickeln, die Gemeinderäte fachlich zu unterstützen sowie interkommunale (regionale) Konzepte zu initiieren.
Öffentlicher Personennahverkehr
Das sinkende Kundenpotenzial bedroht zunehmend die Aufrechterhaltung des traditionellen ÖPNV-Angebotes, worunter sowohl die Qualität als auch das Angebot und die Organisation leiden. Die notwendigen regionalen Mobilitätsstrategien zur Verknüpfung von Verkehrsträgern und zur Vertaktung der Netze sollten deshalb von vorausschauender Kommunalplanung unter dem Gesichtspunkt zukünftiger verkehrlicher Erschließung sowie von der Aktivierung zusätzlicher Bedarfsverkehre unterstützt werden.
Verkehrsanbindung
Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor im Wettbewerb der Unternehmen und der Regionen. Der wichtigste Baustein einer zukunftsgerechten Infrastruktur ist das Projekt A 39 / A 14 einschließlich der Querspange südlich von Salzwedel. Außerdem sollte der Ausbau der Haupteisenbahnlinie Hamburg-Lüneburg-Uelzen-Celle-Hannover weiter vorangetrieben werden. Zusätzlich können der Ausbau des Schiffshebewerks in Scharnebeck (Elbe-Seitenkanal) sowie zahlreiche lokale Infrastrukturprojekte die zukünftige Attraktivität der Region positiv beeinflussen.
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