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ERFOLGSAUSSICHTEN

Existenzgründung im Einzelhandel

Der Einzelhandel hat eine Schlüsselfunktion bei der Vermarktung von Gütern und der Befriedigung von Konsumbedürfnissen, da er die Verbindung zum Endkunden herstellt. Gleichzeitig ist ein attraktiver Einzelhandelsbesatz auch eine entscheidende Komponente für die Belebung der Innenstädte und Nebenzentren und fördert in Form einer Symbiose auch viele andere Wirtschaftsbereiche, von der Gastronomie über Dienstleistungen bis hin zum Tourismus.

Nach wie vor gibt es im Einzelhandel eine hohe Zahl von Existenzgründungen, auch wenn diese insgesamt rückläufig ist. Da die Einzelhandelsbranche einen nachhaltigen Strukturwandel durchläuft, ist die Gründung in diesem Bereich allerdings mit erheblichen finanziellen und persönlichen Risiken verbunden. Über den Erfolg und die Zukunft eines Unternehmens entscheiden, wie in anderen Branchen auch, der Markt und die Fähigkeit des Unternehmers, sich richtig auf ihn einzustellen. Darüber hinaus sind im Einzelhandel aber auch der Standort und die Einbindung in Kooperationsformen zentrale Erfolgsfaktoren. Sie sollten Ihre Existenzgründung vor diesem Hintergrund sorgfältig planen und vorbereiten. Mit den folgenden Informationen wollen wir Sie über die besonderen Aspekte einer Existenzgründung im Einzelhandel informieren.

Entwicklungstendenzen

Verbrauchergewohnheiten ändern sich permanent. Rückläufige Geburtenzahlen, verbunden mit Veränderungen der Altersstruktur führen zu einer zunehmenden Bedeutung älterer Menschen für den Einzelhandel. Gleichzeitig haben aber auch Doppelverdienerhaushalte an Gewicht gewonnen. Der bessere Informations- und Bildungsstand der Bevölkerung und die Forderung nach höherer Lebensqualität haben bei den Kunden ein wachsendes Verbraucherbewusstsein hervorgerufen, das sich in einem deutlich geänderten Verhalten beim Einkauf äußert. Es wird immer schwieriger, klare Kundenprofile herauszuarbeiten; und diese unterliegen auch einem deutlich stärkeren Wandel in der Zeit. Wichtige Pole der Einkaufseinstellungen sind durch die Begriffe Discountorientierung ('Hauptsache billig'), Smart Shopping (hochwertige Markenartikel zu günstigen Preisen), Convenience (Einkaufen ohne Stress) und Erlebnisorientierung (Image, Einkaufen mit Spaß) gekennzeichnet.

Die Globalisierung geht auch an der Handelslandschaft nicht vorbei. Anhaltende Bemühungen um eine Unternehmens- und Umsatzkonzentration sind die Folge. In vielen Einzelhandelsbranchen wurden bereits erhebliche Konzentrationsgrade erreicht. Einher geht diese Entwicklung mit einer zunehmenden Diversifizierung der Betriebsformen des Einzelhandels. Wichtige Trends sind hierbei die weiterhin wachsende Bedeutung discount-orientierter Betriebsformen, ein anhaltendes Wachstum der durchschnittlichen Verkaufsflächen sowie fast eine logische Konsequenz eine immer noch zunehmende Bedeutung dezentraler Standorte ('grüne Wiese'). Der Marktanteil des Facheinzelhandels wird allen Prognosen zufolge in den nächsten Jahren weitere Einbußen verzeichnen. Relativ gute Zukunftschancen wird allenfalls noch Anbietern in 'Nischen' sowie dem kooperierenden Facheinzelhandel (Franchise-System, Einkaufsgemeinschaften) zugemessen.

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