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FACHKUNDIG

Beurteilung der Unternehmenskonzepte

Wenn Sie Fördermaßnahmen der Arbeitsagenturen bzw. Arbeitsgemeinschaften beantragen wollen (z. B. Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld), brauchen Sie im fortgeschrittenen Antragsverfahren auch die Beurteilung einer fachkundigen Stelle.

Zu diesen fachkundigen Stellen zählen:

  • Industrie- und Handelskammern
  • Handwerkskammern
  • Berufsständische Kammern
  • Fachverbände
  • Steuerberater
  • Wirtschaftsprüfer
  • Unternehmensberater
  • Kreditinstitute

Die Stellungnahme ist bei der IHK Lüneburg-Wolfsburg mit einer Aufwandsentschädigung von 95 Euro verbunden.

Zunächst sollte jedoch geklärt sein, dass Sie den BuP-Test (Beurteilung des unternehmerischen Potentials) mit Erfolg absolviert haben (neu seit dem 28. Dezember 2011). Dieser wird über die Bundesagentur für Arbeit bei einem zertifizierten Weiterbildungsträger in Auftrag gegeben. Die Bundesagentur für Arbeit muss sich zusätzlich generell bereit erklärt haben, einen Gründungsausschuss zu gewähren, wenn das Konzept Erfolg verspricht. Andernfalls verhilft auch eine positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle nicht zu einer Zuschussbewilligung!

Sind die Grundvoraussetzungen erfüllt, sprechen Sie uns gern wegen einer fachkundigen Stellungnahme an. Wir brauchen von Ihnen im Vorfeld folgende Unterlagen:

1. Das Formular 'Anforderung der Stellungnahme einer fachkundigen Stellungnahme zur Tragfähigkeit der Existenzgründung'

2. Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens

Das Unternehmenskonzept sollte auch in Ihrem eigenen Interesse die wesentlichen Eckpunkte des Vorhabens klar herausarbeiten. Leider gibt es für Unternehmenskonzepte keine Patentlösung. Sie müssen individuell auf die kritischen Faktoren eines Vorhabens eingehen. Dies können z. B. beim Einzelhandel im Standort und/oder in der Wettbewerbssituation liegen. Außerdem ist es in vielen Fällen ratsam, unterschiedliche Produkte/Dienstleistungen auch eigenständig zu analysieren. In der Gastronomie wäre es z. B. sinnvoll, ein Restaurant getrennt vom ebensfalls geplanten Lieferservice zu durchleuchten. Als Arbeitshilfe können Ihnen hierzu unsere Musterbusinesspläne dienen.

Prinzipiell sollte die Unternehmensbeschreibung folgende Gliederungspunkte umfassen:

  • Kurzzusammenfassung des Vorhabens
  • Geschäftsidee
  • Angaben zur Gesellschaftern und Rechtsform
  • Leistungsangebot und Zielgruppe
  • Analyse des Marktes, des Standortes und des Wettbewerbs
  • Angaben zur Organistion und ggf. Personalplanung
  • Marketing- und Vertriebskonzept
  • Zukunftsaussichten

3. Finanzplanung

Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
Eine Aufstellung der für die Gründung benötigten Dinge (nach Möglichkeit mit Kostenvoranschlägen belegt) ist die Grundlage der Finanzplanung. Hinzu kommen noch Vorlaufkosten (Personal, Schulungen, Mietkauf, etc.) und möglicherweise eine Liquiditätsreserve für Anlaufverluste. Parallel muss das Konzept Angaben zur Mittelherkunft (Eigen- oder Fremdkapital) enthalten. Die Eigenkapitalaustattung sollte dabei mindestens bei 15 Prozent liegen. Sollten keine Anfangsinvestitionen erforderlich sein, so empfiehlt es sich, dies kurz zu begründen, um Rückfragen zu vermeiden.

Umsatz-, Kosten und Gewinnerwartung
Um z.B. die Höhe von Anlaufkosten oder saisonalen Schwankungen richtig einschätzen zu können, ist eine Liquiditätsplanung unumgänglich. Mit ihr werden alle erwarteten Zahlungsströme (Zu- und Abflüsse) auf monatlicher Basis erfasst. Die Liquiditäsrechnung soll den laufenden Finanzbedarf eines Unternehmens darstellen. Grundsätzlich gilt: Liquidität vor Rentabilität. Denn Liquiditätsengpässe können sehr schnell das Aus für Ihren Betrieb bedeuten.
Darüber hinaus sollten Sie eine Rentabilitätsrechnung anfertigen. Hier werden die prognostizierten Umsätze den kalkulierten Kosten auf Jahresbasis gegenübergestellt und somit der zu erwartende Gewinn ermittelt. Im Unterschied zur Liquiditätsrechnung wird u.a. stets 'Netto' (also ohne Umsatzsteuer) gerechnet, Abschreibungen werden berücksichtigt. Die Rentabilitätsrechnung dient also der Ermittlung des betriebswirtschaftlichen Erfolges eines Unternehmens. Als Arbeitshilfe können Sie unsere Excel-Tabelle nutzen.

4. Lebenslauf

Weitere Informationen zum professionellen Verfassen eines Businessplans finden Sie im Rahmen der Verlinkung dieses Dokuments oder über unser Service-Center. Sie erreichen das Service-Center unter der Telefonnummer 04131 / 742-424 oder per E-Mail: service@lueneburg.ihk.de. Stöbern Sie auch in unseren Internetinformationen zur Gründung und fordern Sie unser kostenloses E-Mail-Infopaket für Existenzgründer an. Sie erhalten viele nützliche Informationen für die Entwicklung Ihrer Geschäftsidee und über weitere Beratungsangebote.

Die Stellungnahme erfolgt objektiv und nach besten Wissen und Gewissen.

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DOKUMENT-NR. 20463

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